Die Digitalisierung auf Baustellen stellt Unternehmen vor besondere Herausforderungen:
Neue Systeme müssen ohne lange Unterbrechungen, komplizierte Übergänge oder aufwendige Schulungen eingeführt werden. Wie das gelingen kann, zeigt die Zusammenarbeit von STRABAG und PFREUNDT in einem anspruchsvollen Infrastrukturprojekt – mit einem schnellen, strukturierten und eng begleiteten Umstieg auf das PFREUNDT Web Portal.

“Bei anspruchsvollen Projekten braucht man Lösungen, die ohne lange Anlaufzeit funktionieren. Mit dem PFREUNDT Web Portal ist das einwandfrei gelungen.” Fabian Iglhaut (STRABAG)

Nicht nur die Technik, sondern vor allem die intensive Begleitung des Umstiegs war entscheidend für den Erfolg. Durch die enge Zusammenarbeit konnten Fragen frühzeitig geklärt, Anforderungen praxisnah umgesetzt und die Lösung zügig integriert werden. Die intuitive Bedienung des Web Portals erleichterte den Einstieg zusätzlich.

Das PFREUNDT Web Portal ist flexibel erweiterbar: Zusätzliche Funktionen und weitere Anwendungen lassen sich bedarfsgerecht integrieren. So bleibt die Lösung auch für zukünftige Anforderungen skalierbar und individuell anpassbar.

Das Projekt zeigt, wie digitale Lösungen auch in anspruchsvollen Projektumgebungen schnell und praxisnah eingeführt werden können. Der schnelle Umstieg und die enge Betreuung machen das Projekt zu einem überzeugenden Beispiel für erfolgreiche Digitalisierung im Baugewerbe.

Luftaufnahme einer Baustelle mit Bagger, Radladern und Siebanlage zwischen Materialhalden.

Ausgangssituation: Bedarf nach einheitlicher Software und mehr Transparenz im Wiegeprozess

Der Kunde nutzt bereits seit Jahren eine WK60 Radladerwaage mit dem PFREUNDT Web Portal. Für eine vollständige Transparenz über Materialein- und ausgänge sollte der Wiegeprozess um eine Fahrzeugwaage erweitert werden. Der Kunde legte Wert darauf, dass keine zusätzliche Software nötig ist und die Fahrzeugwaage im Self-Service betrieben werden kann.

Integrierte Lösung: Fahrzeugwaage mit PFREUNDT Softwarelösung zur Fahrzeugverwiegung

Installiert wurde eine 18 × 3 Meter große Unterflur-Fahrzeugwaage von PFREUNDT, deren technische Steuerzentrale das SysTec-Wägeterminal IT3 bildet. Die eichfähige Fahrzeugwaage wurde nahtlos in die bestehende PFREUNDT Systemwelt integriert und ermöglicht einen durchgängig digitalen Wiegeprozess. Von der Erfassung der Auftragsdaten über die Verwiegung bis hin zur Weiterverarbeitung der Daten wird jeder Arbeitsschritt im PFREUNDT Web Portal abgebildet.

„Unsere Kunden erwarten integrierte Lösungen statt einzelner Komponenten. Bei Schlenter war klar: Die Fahrzeugwaage muss sich nahtlos in das bestehende Web Portal einfügen. Mit unseren leistungsfähigen Lösungen haben wir eine robuste, eichfähige und konsequent digitale Wiegeumgebung geschaffen, die ohne dauerhaft besetzten Bedienplatz auskommt.“ Mark Terbrack, Anwendungsberater und Spezialist für Systemlösungen, PFREUNDT GmbH

Digitaler Wiegeprozess im Überblick

1. Rahmenauftrag wird im PFREUNDT Web Portal angelegt
Alle relevanten Daten wie Kunde, Material und Baustelle werden zentral hinterlegt, sodass die Eingabe durch den Fahrer entfällt.

2. Erste Verwiegung bei der Einfahrt
Der Fahrer bedient das SB-Terminal selbstständig und gibt die Rahmenauftragsnummer sowie das Kennzeichen ein. Sobald das Fahrzeug korrekt auf der Waage positioniert ist, erfasst das SysTec-Wägeterminal IT3 das Gewicht und überträgt die Daten via MQTT-Schnittstelle an das PFREUNDT Web Portal. Parallel zeigt eine SysTec IT1 Zweitanzeige das Gewicht für den Fahrer an.

3. Zweite Verwiegung bei der Ausfahrt
Der Lieferschein wird digital angezeigt, unterschrieben und ausgedruckt.

Die Vorteile auf einen Blick

Durch die Integration der neuen Fahrzeugwaage in die bestehende PFREUNDT Systemwelt verfügt Schlenter nun über eine einheitliche, effiziente und zukunftssichere Umgebung, in der Radlader- und Fahrzeugwaage zentral zusammengeführt sind. 

Ausblick: zukunftssichere und erweiterbare Wiegelösung

Mit ergänzender Kameratechnik kann das System künftig auch Kennzeichen von Fahrzeugen automatisch einlesen und verarbeiten sowie Bilder des verladenen Materials erfassen. Das schafft die Grundlage, den Wiegeprozess flexibel zu erweitern und H. P. Schlenter eine optimale Reaktion auf kommende Anforderungen zu ermöglichen. 

Zur Fahrzeugwaage

Zum PFREUNDT Web Portal

LKW auf PFREUNDT-Waage mit Bediener an Kontrollstation, umgeben von grüner Landschaft und blauem Himmel.

PFREUNDT als Pionier der Wiegetechnik

PFREUNDT gilt seit Jahren als technologischer Vorreiter im Bereich mobiler und stationärer Wiegelösungen. Mit der Entwicklung dieser eichfähigen Achslastwaage, die bei Überfahrt die Achs- und Achsgruppengewichte des Fahrzeugs erfasst, hat das Unternehmen erneut Maßstäbe gesetzt. Die Waage ist die erste ihrer Art mit einer deutschen innerstaatlichen Bauartzulassung, die auch Achs- und Achsgruppenlasten eichpflichtig erfasst – ein Meilenstein für die Verkehrskontrolle und Infrastrukturüberwachung in Deutschland.

Regulatorischer Hintergrund: EU-Richtlinie 96/53/EG

Die EU-Richtlinie 96/53/EG verpflichtet die Mitgliedstaaten der EU, Maßnahmen zur Feststellung von Achslastüberschreitungen im Straßenverkehr zu implementieren. Ziel ist der Schutz der Verkehrsinfrastruktur vor Schäden durch überladene Fahrzeuge. Mit der Achslastwaage bietet PFREUNDT als erster Anbieter eine zugelassene Lösung, die die Anforderungen der EU-Richtlinie erfüllt und eine rechtskonforme, automatisierte Kontrolle ermöglicht.

Technische Umsetzung und Pilotprojekt am Autobahnrastplatz A31 Gescher/Hochmoor

Im Zentrum der PFREUNDT Wiegelösung steht die geeichte Achslastwaage, die eine rechtskonforme Messung der Achs- und Achsgruppengewichte während der Überfahrt ermöglicht. Fahrzeuge passieren die Waage mit einer Geschwindigkeit von 2 bis 6 km/h, während die integrierte Wiegeelektronik in Kombination mit einer speziell entwickelten Software die Gewichte der einzelnen Achsen sowie Achsgruppen ausgibt.

Erstmals kommt diese Technologie im Rahmen eines Pilotprojekts am Autobahnrastplatz A31 Gescher/Hochmoor zum Einsatz. Die Verwiegung potentiell überladener Fahrzeuge erfolgt in einer separaten Fahrspur, in die die PFREUNDT Achslastwaage integriert ist. Diese liefert dem Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) rechtsgültige Ergebnisse zur Bewertung der Achs- und Achsgruppenlasten und ermöglicht eine hohe Kontrollfrequenz.

Zulassung durch die PTB: Ein technischer Meilenstein

Die Achslastwaage von PFREUNDT erfüllt alle festgelegten Rahmenbedingungen des Regelermittlungsausschusses, dem auch die Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) angehört. Damit ist sie die erste selbsttätige dynamische Straßenfahrzeugwaage (SSW) mit innerstaatlicher deutscher Bauartzulassung, die Achs- und Achsgruppenlasten erfassen kann. PFREUNDT ist zudem in Kürze berechtigt, die Konformitätsbewertung für zukünftige Installationen selbst durchzuführen.

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LKW fährt über eine zugelassene PFREUNDT Achslastwaage auf einem Betriebsgelände.

PFREUNDT: Hallo Herr Schröder, als langjähriger Nutzer von verschiedenen Lösungen zur Verwaltung von Schüttgutverladungen, wie bewerten Sie das neue Web Portal?

Herr Schröder: Ich war tatsächlich angenehm überrascht von der Effizienz und Einfachheit des neuen Web Portals, das Verladedaten in Echtzeit von einer auf dem Radlader installierten Waage überträgt.

PFREUNDT: Welche Vorteile haben Sie in Bezug auf die Zeitersparnis festgestellt?

Herr Schröder: Die direkte Übertragung der Verladedaten ins Web Portal reduziert die Zeit, die früher für die manuelle Eingabe und Verfolgung der Daten aufgewendet wurde, erheblich. Dies bedeutet, dass mehr Zeit für die eigentlichen Kernaufgaben bleibt.

PFREUNDT: Wie wirkt sich das Web Portal auf Ihre Zettelwirtschaft / Bürokratie aus?

Herr Schröder: Dank der digitalen Erfassung und Speicherung der Daten entfällt die lästige Papierarbeit. Alles ist digital erfasst und kann jederzeit abgerufen werden, was die Bürokratie erheblich reduziert und den Verwaltungsaufwand minimiert.

PFREUNDT: Können Sie uns mehr über die Verfügbarkeit und Übersichtlichkeit der Daten im Web Portal erzählen?

Herr Schröder: Das Web Portal bietet eine übersichtliche Darstellung aller relevanten Daten. Unabhängig davon, ob man im Büro oder unterwegs ist, können die Daten jederzeit und von überall eingesehen werden. Dies erleichtert die Entscheidungsfindung und ermöglicht eine schnelle Reaktion auf aktuelle Ereignisse.

PFREUNDT: Hat sich die Auslastung des Fuhrparks und der Mitarbeiter durch die Einführung des Web Portals spürbar geändert?

Herr Schröder: Durch die Echtzeit-Datenverfügbarkeit können der Fuhrpark und die Mitarbeiter effizienter geplant und eingesetzt werden. Dies führt zu einer optimalen Auslastung und somit zu einer Steigerung der Produktivität und Effizienz im Unternehmen.

PFREUNDT: Welche Auswirkungen hat die Automatisierung der Datenübertragung auf die Fehlerquote?

Herr Schröder: Die Automatisierung der Datenübertragung reduziert die Notwendigkeit manueller Eingaben erheblich. Dies minimiert nicht nur den Aufwand, sondern auch das Risiko von Eingabefehlern, was wiederum die Datenqualität verbessert.

PFREUNDT: Welche Vorteile bietet die Echtzeitverfügbarkeit der Daten?

Herr Schröder: Die Echtzeitverfügbarkeit der Daten ermöglicht es, sofort auf Veränderungen und Anforderungen zu reagieren. Dies ist besonders wichtig für die Planung und Steuerung der Logistikprozesse.

PFREUNDT: Wie verlief die Integration des Web Portals in Ihre bestehende Softwarelösungen?

Herr Schröder: Die Integration des Web Portals in bestehende Softwarelösungen ist unkompliziert und erfordert keine aufwändige Installation. Dies spart Zeit und Kosten und ermöglicht eine schnelle Inbetriebnahme.

PFREUNDT: Was sagen Sie zur Benutzerfreundlichkeit des Web Portals?

Herr Schröder: Das Web Portal zeichnet sich durch eine benutzerfreundliche und intuitive Oberfläche aus. Selbst ohne umfangreiche Schulungen können die Mitarbeiter schnell und effizient mit dem System arbeiten.

PFREUNDT: Zusammenfassend, wie bewerten Sie das Web Portal?

Herr Schröder: Insgesamt bietet das Web Portal eine durchdachte und effektive Lösung für das Management von Schüttgutverladungen. Die Kombination aus Echtzeit-Datenübertragung, einfacher Handhabung und umfangreichen Vorteilen macht es zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Unternehmen, die ihre Logistikprozesse optimieren möchten. Ich kann dieses System uneingeschränkt empfehlen.

Hand bedient Tablet mit Diagramm, das mobile Wiegesysteme von PFREUNDT darstellt.

Die Gebrüder Robers sind ein Verpackungsdienstleister mit einem breiten Holzpackmittel-Portfolio. Dieses reicht von Paletten über Kisten bis hin zu Exportverpackungen für den weltweiten Versand. Das Familienunternehmen verpackt verschiedenste Güter für seine Kunden aus der Maschinenbauindustrie, von kleinsten Elektroteilen bis hin zu schweren Getrieben. In ihrem Werk in Südlohn stehen den Gebrüdern Robers dazu Krankapazitäten von 3 t bis 80 t und Staplerkapazitäten von 1 t bis 8 t zur Verfügung.

Eichfähige PFREUNDT Staplerwaage jederzeit in Stapler verschiedenster Hersteller nachrüstbar

Einen ihrer Gabelstapler haben die Gebrüder Robers nun mit einer eichfähigen Staplerwaage von PFREUNDT ausgerüstet. Nach anfänglichen Zweifeln bezüglich der Genauigkeit der Waage ist Andre Tenk, Geschäftsführer des Unternehmens, nun hellauf begeistert. „Bisher haben wir unsere verpackten Waren mit einem Hubwagen, der mit einer Waage ausgestattet ist,  verwogen oder das Gewicht der beladenen LKW über Fremdverwiegungen an einer Fahrzeugwaage erfasst. Diese Fahrten sparen wir uns jetzt. Denn mit der Staplerwaage ermitteln wir das Gewicht der Ware nun direkt während des Ladevorgangs. Dadurch sparen wir neben Zeit und Kosten auch CO2. Die Staplerwaage ist robust und wiegt sehr präzise, auch wenn der Stapler mal nicht ganz geradesteht. Die Waage ermöglicht uns die optimale Beladung unserer LKW unter Einhaltung der Achslasten und dem zulässigen Gesamtgewicht. So vermeiden wir Überladungen der Fahrzeuge und damit Strafzahlungen.“

Vorteile der hydraulischen WK60 Gabelstaplerwaage auf einen Blick

Mehr Informationen zur PFREUNDT Gabelstaplerwaage

Gabelstapler mit PFREUNDT Staplerwaage transportiert eine große Holzkiste vor einer Industriehalle.

Die Mibau Holding GmbH (Mibau) ist einer der größten Lieferanten mineralischer Baustoffe Nordeuropas. Mit aktuell 400 Mitarbeitenden ist das Unternehmen in sieben Ländern tätig und fördert jährlich bis zu 16 Mio. Tonnen Gesteinskörnungen. Diese finden in verschiedensten Bereichen Verwendung, bspw. im Straßen-, Wasser-, Beton- und Gleisbau. Die Beförderung der Baustoffe zum Kunden erfolgt entweder durch den Einsatz der unternehmenseigenen Schiffsflotte oder indirekt über 40 Hafenterminals entlang der Nord- und Ostseeküste.

Nachdem Mibau zur Verwiegung der Gesteinskörnungen bereits seit einigen Jahren auf Wiegesysteme von PFREUNDT setzt, hat sich das Unternehmen für die Implementierung einer umfassenden WK60 Systemlösung von PFREUNDT entschieden. Ziel ist dabei die Vereinfachung aufwendiger Arbeitsabläufe durch die digitale Erfassung von Wiegedaten sowie die Reduzierung von zeitintensivem Verwaltungsaufwand direkt am Fahrzeug gewesen, um die Produktivität der Maschine zu steigern.

Die Systemlösung im Überblick

An die Systemlösung von PFREUNDT sind aktuell 8 Unternehmensstandorte von Mibau in den Städten Amsterdam, Emden, Cuxhaven, Bremen, Kiel, Papenburg und Damsdorf mit sämtlichen dort eingesetzten Radlader- und Fahrzeugwaagen angeschlossen. Die Integration weiterer Standorte ist jederzeit möglich.

Jeder Mibau-Standort ist in einem ERP-System abgebildet. Wird nun ein Auftrag im ERP-System angelegt, erfolgt über einen automatischen Datenabgleich der Export dieses Auftrags in eine Austauschdatenbank. Über die Austauschdatenbank werden die Daten im nächsten Schritt automatisch an das PFREUNDT Web Portal übergeben und anschließend ebenfalls automatisch mit den WK60 Wiegesystemen synchronisiert.

Ablauf an den Radlader- und Fahrzeugwaagen

Erreicht der LKW eines Kunden die Ladestelle eines Mibau-Standorts, braucht dieser dem Radladerfahrer lediglich seine Auftragsnummer nennen. Der Radladerfahrer wählt den entsprechenden Auftrag auf der WK60 aus. Auch die Einsicht der Stammdaten zu diesem Auftrag ist ihm an dieser Stelle möglich. Anschließend belädt der Fahrer das Fahrzeug gemäß den Auftragsdaten. Nach Beendigung des Beladevorgangs werden die Wiegedaten automatisch von der WK60 über das Web Portal in die Austauschdatenbank übertragen. Das ERP-System liest die erzeugten Wiegedaten ein und ordnet diese dem entsprechenden Standort und Auftrag anhand der Auftragsnummer zu.

Die Verwiegung über die Fahrzeugwaagen erfolgt nach dem gleichen Prinzip.

Vorteile der PFREUNDT Systemlösung 

„PFREUNDT bewegt seit jeher der Anspruch die aufwendigen und zeitintensiven Arbeitsabläufe bei der Gewichtsermittlung zu vereinfachen.“ so Mark Terbrack, Anwendungsberater und Spezialist für Systemlösungen bei PFREUNDT. „Jeder Kunde hat dabei seine eigenen, ganz besonderen Anforderungen. Bei Mibau sollte bspw. der Verwaltungsaufwand am Fahrzeug selbst reduziert werden, um die Produktivität der Maschine zu steigern. Zudem sollten die erfassten Daten aller Standorte zentral einsehbar werden, was wir über das PFREUNDT Web Portal ermöglichen konnten, an welches die erfassten Wiegedaten schnell und sicher übertragen werden. Unsere Kunden können sicher sein, dass wir die beste Wiegelösung für ihre Anforderungen entwickeln.“

Mehr über die Systemlösungen von PFREUNDT erfahren 

LKW und Radlader mit PFREUNDT Wiegesystemen beim Schüttguttransport auf Baustelle.
Förderband transportiert Schüttgut auf ein Schiff im Hafen, unterstützt durch PFREUNDT Wiegesysteme für präzise Messungen.

Die Rheinischen Baustoffwerke (RBS) sind ein großer Sand-, Kies- und Baustoffproduzent mit Entsorgungskapazitäten. In Hürth-Ville betreibt RBS eine moderne Deponie-Anlage für mineralische Abfälle. Um bei den Fahrzeugwaagen auf dem Gelände Effizienzgewinne zu erschließen, setzt RBS auf eine von PFREUNDT entwickelte automatisierte Wiegelösung, die mit smarten SysTec-Wiegeterminals ausgerüstet ist.

Überblick über die Systemlösung

Der Kundennutzen auf einen Blick

Wiegen 4.0 – die Systemlösung von PFREUNDT

Die Automatisierung ist bei RBS ein zentraler Hebel, um schneller und effizienter zu werden. Im Zuge dessen setzt RBS auf digitale Wiegeprozesse. Bei der Konzeption und Umsetzung der Wiegelösung für die Deponie in Hürth-Ville entscheidet sich RBS für eine vernetzte PFREUNDT-Systemlösung und die smarten Wiegeterminals von SysTec.
„Die Systemlösung haben wir speziell für die Betriebsanforderungen von RBS entwickelt. Sie umfasst alle Abläufe vom komplett automatisierten Wiegeprozess inklusive Erst- und Zweitverwiegung der LKW über die Materialproben-Doku während der Kippvorgänge bis hin zur kaufmännischen Abwicklung bei der Ausfahrt“, so Mark Terbrack, Anwendungsberater und Spezialist für Systemlösungen bei PFREUNDT. „PFREUNDT hat seit jeher einen hohen Innovations- und Qualitätsanspruch – das schätzt auch unser Kunde RBS. Diesem Anspruch muss die Wiegeelektronik gerecht werden. Deshalb setzen wir auf SysTec-Wiegeterminals: robust, digital, eichfähig und ein überzeugendes Bedienkonzept.“

Check-in: Eingangswaagen

Die beiden Fahrzeugwaagen im Einfahrtsbereich der Deponie funktionieren mit einem automatischen Check-in. Die LKW-Fahrer, die bereits eine RFID-Karte von RBS mit erfassten Stammdaten für das geladene Material besitzen, können diese einfach am Selbstbedien-Terminal der Fahrzeugwaage an das Lesegerät halten – ein Aussteigen aus der Fahrerkabine entfällt, die Prozesse laufen zügig ab.

Am SB-Terminal werden die Abladestelle, alle auftragsrelevanten Daten und auch das zu verkippende Material angezeigt. Der LKW-Fahrer bestätigt die Daten aktiv am Terminal. Beim Checkin kann ein RBS-Mitarbeiter mittels Kamera eine Sichtkontrolle des geladenen Materials durchführen und bei Verdacht eine außerplanmäßige Beprobung der Ladung veranlassen. Bei noch nicht registrierten Neukunden stellt ein RBS-Mitarbeiter eine neue Karte aus. Die Fahrzeugwaagen sind mit einer Ampelanlage ausgestattet. Ist das System nicht einsatzbereit, wird dieses durch die blinkende rote Leuchte der Ampel signalisiert. Bei Waagen-Nullstellung ist die Ampel grün und der LKW kann auf die Waage fahren. Nach der Wiegung startet der LKW zur ausgewiesenen Entladestelle.

Verkippung und Materialproben

Vom Gesetzgeber gibt es definierte Klassifizierungen von überwachungsbedürftigen Materialien. Entsprechend
der hohen Sicherheitsanforderungen werden während der Kippvorgänge immer wieder Materialproben gezogen, die ein RBS-Kippwart überprüft. Jeder Kippwart verfügt über ein mobiles Datenerfassungsgerät, welches per App die Daten der RFID-Karten der LKW-Fahrer einliest und die Abladestelle via GPS-Koordinaten protokolliert. Der Kippwart kontrolliert, ob der LKW an der richtigen Kippstelle ist. Zusätzlich werden Datum und Uhrzeit des Kippvorgangs
sowie Materialart auf der Karte gespeichert. Es gibt eine stichprobenartige Überprüfung der Materialien. Sobald eine Probe erforderlich ist, wird dies dem RBS-Kippwart auf dem mobilen Endgerät angezeigt – und die Verprobung startet mit digitaler Protokollierung.

Check-out und Wiegedatenfreigabe

Abschließend erfolgt die Wiegedatenerfassung des entladenen LKW bei den Ausgangswaagen. Der Fahrer quittiert die Wiegedatenfreigabe durch Unterschrift und erhält den Lieferschein.

Mehr über die Systemlösungen von PFREUNDT erfahren 

Lkw beim Entladen von Erde auf Baustelle, umgeben von weiteren Fahrzeugen und Windkraftanlagen unter klarem Himmel.

Jens Hoffmann, Geschäftsführer der Firmengruppe Hoffmann, hat sich dafür an PFREUNDT gewandt. „Wir wollten nicht nur einfach eine neue Fahrzeugwaage, sondern unsere Abläufe automatisieren und vereinfachen, um dadurch eine schnellere logistische und kaufmännische Abwicklung zu erzielen. Mit Thomas Noethe und André Groeters, unseren Ansprechpartnern bei der Firma PFREUNDT haben wir unsere Wünsche und Anforderungen im Detail besprochen und danach eine perfekte Lösung für uns bekommen.“

Schon bei der Ankunft der Fahrzeuge beginnt die Automatisierung des Prozesses:
• Die Kennzeichen der Fahrzeuge werden mit Hilfe einer Kamera erkannt und müssen nicht mehr manuell aus dem System gesucht werden.
• Eine weitere Kamera zeigt einem Mitarbeitenden auf einem Monitor, welches Material das Fahrzeug geladen hat. Die Aufzeichnungen der Kamera dienen im Streitfall als Beweismittel für das angelieferte Material.
• Mit einem Ampelsystem wird die Einfahrt auf das Gelände gesteuert. Ist alles überprüft und korrekt erfasst, gibt ein Mitarbeitender den Fahrzeugen grünes Licht.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Anbindung an das vorhandene Warenwirtschaftssystem Lexware:
• Es wurde eine bidirektionale Schnittstelle zwischen pOffice, dem Waagenprogramm von PFREUNDT und Lexware eingerichtet. Die Daten werden also in beide Richtungen übermittelt – Stammdaten aus Lexware an pOffice und Wiegedaten von pOffice an Lexware.
• Die Bestätigung der korrekten Abwicklung erfolgt vollelektronisch auf einem Unterschriften Pad. Es müssen keine Lieferscheine mehr ausgedruckt werden.
• Durch die direkte Anbindung an das Warenwirtschaftssystem können Rechnungen sofort erstellt und an den Kunden verschickt werden. Durch den Wegfall von manuellen Eingaben werden Falscheingaben minimiert.

„Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Von der Beratung über die Montage bis zur Inbetriebnahme der Waage hat alles super geklappt. Wir würden uns jederzeit wieder für PFREUNDT entscheiden“, so Jens Hoffmann.

PFREUNDT bewegt seit jeher der Anspruch die aufwendigen und zeitintensiven Arbeitsabläufe bei der Gewichtsermittlung zu vereinfachen. Die digitalen Wiegelösungen von PFREUNDT verdeutlichen inwieweit marktreife Technologien schon heute den Begriff „Wiegen 4.0“ in die Anwendung überführen und welche Vorteile sich daraus für den Anwender ergeben. Relevante Themen sind „Transparenz“, „Echtzeitdaten“, „Planungssicherheit“, „skalierbare Automatisierung“ und „Unterstützung der Mitarbeitenden im Produktionsumfeld“.

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