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31.01.1990

Wägesysteme, die mitdenken...


Aus eigener Kraft nach oben kommen, langsam, stetig, kompromisslos - wie das funktionieren kann, demonstriert die Pfreundt GmbH & Co. KG mit Sitz im westfälischen Südlohn. Im Jahr 1979 hat der Kaufmann Hans-Günther Pfreundt vom hauseigenen Keller aus den Aufbruch der heute mittelständisch strukturierten Firma in den Markt der mobilen Wägesysteme begonnen und dort ein einträgliches Feld der Betätigung gefunden.

Von Anfang an ist der Betrieb als ausgesprochen kreativ aufgefallen. So hat er sich zum Marktführer mit respektablen Anteilswerten durchgeboxt, der Fragen nach der Qualität mit dem Hinweis auf die ISO 9001 beantwortet; gegenwärtig in Dresden, Hamburg, Karlsruhe, Magdeburg, München, Nürnberg, Stuttgart und Schwerin Service-Stützpunkte betreibt; in 21 Ländern aktiv ist; 55 Mitarbeiter beschäftigt und 1999 „gut gefüllte Auftragsbücher” (Originalton Geschäftsführer Ludger Wissing) abarbeiten durfte.

Volltreffer in den Markt gesetzt
Der erste Volltreffer, den Pfreundt in den Markt gesetzt hat, war das mobile Wägesystem für Radlader. Im Laufe der Jahre geriet die Umsatzbasis durch neue Produkte immer breiter. Heute rüstet Pfreundt auch Absetzkipper, Müllfahrzeuge, Gabelstapler und andere vierräderige Lastenesel sowie Bagger mit mobilen Wägesystemen aus. Zum Sortiment zählen außerdem Silo-, Plattform-, Industrie-und Laborwaagen. „Wir sind Systemanbieter”, fasst Wissing zusammen. Am meisten Kundenzuspruch erntet Pfreundt mit den mobilen Wägesystemen für Radlader. Bis heute wurden rund 10.000 Systeme installiert. Für diese Bilanz gibt es solide Gründe: vor allem den, dass man mit den Systemen die Füllung einer Schaufel schnell und genau verwiegen kann, und zwar dynamisch, also während der Hubbewegung ohne Unterbrechung des Ladevorgangs. Um die Geschwindigkeit des Wägevorgangs zu verdeutlichen, greift Wissing gelegentlich auf einen Vergleich aus der Formel 1 zurück: „Das wäre so, als würde Michael Schuhmacher als erster über die Ziellinie rasen und sich selbst mit der schwarzweiß karierten Flagge abwinkt”. Die von der „schlauen Schaufel” ermittelten Daten werden in die Wägeelektronik übermittelt und sind dort als Ladungsgewicht verfügbar. „Die Daten taugen als Grundlage für einen rechtskräftigen Wiegenachweis”, betont Wissing. „Dieses System ist in der Regel bereits beim Einbau auf Sand, Kies und Schotter geeicht und geprüft in der Zulassung Klasse IIII”.
Wer mit dem Pfennig rechnet, sollte sich unbedingt notieren, dass: erstens die Pendelstrecken zur Fahrzeugwaage entfallen; zweitens keine Verluste durch eine großzügige Material-Ausgabe drohen; drittens keine ungenutzten Transportkapazitäten auftreten; viertens keine Überladung zu befürchten ist, die den Brummi verschleißt. Kurz und prima: Der Radlader fährt „mit jeder Schaufel Gewinn” ein.

Wir geben hier den ersten Teil eines Originalbeitrags aus der “bpz baupraxis zeitung” 1-2/2000 wieder. Den kompletten Beitrag, der u.a. ausführlicher auf die Software-Lösungen für Pfreundt-Wägesysteme eingeht, senden wir Ihnen gern zu – Anruf genügt!

Wir danken der Redaktion für die Genehmigung des Nachdrucks.
Voraussetzungen für die dynamische Verwiegung sind modernste Elektronik, eine entsprechende Software und die technische Ausrüstung des Radladers. Dieser braucht zum einen Hydraulik-Messzellen und einen Doppelnäherungsschalter, zum anderen eine Wägeelektronik, die in einer robusten Box (mit Tastatur, Display und Drucker) untergebracht und in Sichtweite des Fahrers installiert ist. Sobald der Lader im Material wühlt, werden die Drücke und Temperaturen im Hubgerüst von den Sensoren der Hyd-raulik-Messzellen erfasst; der Doppelnäherungs-Schalter ermittelt die Geschwindigkeit der Ladebewegungen.


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